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MEMENTO MORI FÜR SIGRID RECKLEBE (25.01.1947 – 04.07.2015)

Der Tod reißt immer Lücken in das Leben derjenigen, die überleben! Vor allem dann, wenn die Hinterbliebenen die Verstorbene geliebt, geschätzt, gemocht und anerkannt haben!

So ist es hier: Die am 25. Januar 1947 geborene Sigrid Recklebe ist Gründungsmitglied unseres Vereins INITIATIVEN PARTNERSCHAFT EINE WELT e.V. (IP1), ja man kann sagen: Sigrid war IP1! Sie starb am 4. Juli 2015 in Bad Pyrmont. Zusammen mit ihrem Mann Karl-Heinz hat sie unseren Vereinsgedanken – MITEINANDER – VONEINANDER LERNEN – in Rat und Tat verkörpert. Die Überzeugung, dass jeder Einzelne das Seine für ein Bewusstsein beitragen kann, dass eine bessere, gerechtere und friedlichere Eine Welt möglich ist, hat sie in besonderer Form gelebt. Das Partnerschaftsprojekt „South Horr / Kenia – Bad Pyrmont“ war  i h r  Werk. Sie war der Motor und die Taktgeberin! Sie hat mit Lebensfreude, Lebenskraft und Phantasie bewirkt, dass die Partnerschaftsinitiative ihr Gesicht bekam. Ihr gelang es, dass die Idee der internationalen Schulpartnerschaften lokal und global Aufmerksamkeit fand. Die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn hat 1999 IP1 den erstmals ausgelobten „Walter-Mertineit-Preis für internationale Verständigung“ verliehen, mit dem „herausragende Aktivitäten auf dem Gebiet der internationalen Erziehung an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen in Deutschland“ ausgezeichnet werden. Sigrid Recklebes Engagement und Kreativität haben daran einen großen Anteil!

Sigrid und Karl-Heinz Recklebe besuchten zusammen mit Projektbeteiligten einmal im Jahr ihre Partner in South Horr in Kenia. Bei ihrem letzten gemeinsamen Besuch im Mai 2012 schrieb Karl-Heinz in seinem Tagebuch: „17. Mai 2012. Gleich nach dem Frühstück gehen wir zur Morgenversammlung in die Primary School. Ist schon toll, wie diszipliniert das zugeht und sich die Klassen reihenweise auf dem großen Fußballfeld aufstellen. Peter Lesila, der Deputy, schafft es, dass alle mucksmäuschenstill sind. Fast 1000 Kinder stehen in der noch milden Morgensonne. Die 8. Klasse stimmt ein Lied an, in dessen Refrain alle einfallen. Bewegend. Begrüßung durch Boniface. Auch Sigrid richtet einige Wort an die versammelten Schüler. Dabei stellt sie vor allem das Engagement der Schulkameraden in Deutschland beim „Run for Help“ heraus. Die Rakete, die sie dafür steigen lassen, gilt ihnen. Boniface berichtet uns, dass South Horr Primary unter den staatlichen Schulen im Samburu Distrikt, das sind etwa 70 Schulen, beim letzten Examen den ersten Platz belegt hat. Das beste Ergebnis seit Bestehen der Schule. Ein schöner Erfolg für uns alle“. Bei den Gegenbesuchen der afrikanischen Partner in Bad Pyrmont war Sigrid, solange sie es konnte, Organisatorin und Initiatorin.

Ihre lange, für sie selbst, ihre Angehörigen und für ihren großen  Freundeskreis überraschend auftretende Krankheit stoppte ihr Wirken für  i h r  Partnerschaftsprojekt nicht. Auch als sie nicht mehr in der Lage war, ihr Sorgen für die kenianischen Partner körperlich auszuüben, kreisten ihre Gedanken und Gespräche bis zum letzten Atemzug, in Anwesenheit von Karl-Heinz, Sohn Oliver und Schwiegertochter Ümran, um  i h r e  Samburu-Freunde. Es wirkt wie ein Symbol, dass das Bäumchen, das Sigrid und Karl-Heinz Recklebe bei ihrem letzten Besuch auf dem Schulgelände in South Horr pflanzten, wächst und gedeiht und an das Engagement von Sigrid erinnert.

Wir erinnern uns in Dankbarkeit und Anerkennung an Sigrid Recklebe, die unserem Verein INITIATIVEN PARTNERSCHAFT EINE WELT e.V. (IP1 – www.initiativen-partnerschaft.de) als Gründungsmitglied angehörte und mit vielen Impulsen und Tatkraft die globale Partnerschaftsarbeit beförderte und weiterzuentwickeln half. Mit einer Strophe des Gedichts des senegambischen Dichters Birago Diop (1906 – 1960) ehren wir sie:

Erlausche nur geschwind

Die Wesen in den Dingen,

Hör sie im Feuer singen,

Hör sie im Wasser mahnen

Und lausche in den Wind:

Der Seufzer im Gebüsch

Das ist der Hauch der Ahnen.

Die gestorben sind, sind niemals fort,

Sie sind im Schatten der sich erhellt,

Und im Schatten der tiefer ins Dunkel fällt.

Sie sind in dem Baum der dröhnt

Und sie sind in dem Baum der stöhnt,

Sie sind in dem Wasser das sich ergießt

Wie im Wasser das schlafend die Augen schließt,

Sie sind in der Hütte, sie sind im Boot:

Die Toten sind nicht tot…

08. Juli 2015

Der Vorstand von IP1: Jessica Schwarz / Manfred Möller / Dieter Sippach / Dieter Schoof-Wetzig / Christiania Stieghorst / Ute Wittenberg / Dr. Jos Schnurer / Prof. Dr. Günter Wiemann

Gedenken an Sigrid Recklebe in der Partnerschule, Juli 2015

Geschrieben von j.s. am 7. Juli 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Logo IP1
Wir unterstützen globale Partnerschaften.

Ausgezeichnet von der Deutschen UNESCO-Kommission mit dem Walter-Mertineit-Preis für Internationale Verständigung 1999.

Dem Leeraner Grand Seigneur zum 95.

Unser Gründungsmitglied ERICH KUPFER aus Leer/Ostfriesland wird am 1. Mai 2015 95 Jahre alt. Wir haben ihm und seiner am 19. November 2001 verstorbenen Frau Margrit viel zu verdanken. Erich Kupfer nimmt weiterhin regen Anteil an der Arbeit von IP1 und begleitet auch das arabras Schulhilfswerk weiterhin aktiv. Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag und ehren ihn mit der hier verfügbaren Laudatio.

Weitere Informationen zum arabras Schulhilfswerk finden Sie unter: http://arabras-schulhilfswerk.jimdo.com/

Der Vorstand von IP1

Geschrieben von j.s. am 19. April 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Impressionen der diesjährigen Reise der Sri Lanka AG unter Leitung des IP1-Vorstandsmitglieds Manfred Möller

Auf der Homepage der Botschaft Sri Lankas in Deutschland ist ein aktueller Artikel zur diesjährigen Reise der Sri Lanka AG des Gymnasiums Isernhagen erschienen: http://www.srilanka-botschaft.de/de/nachrichten/nachrichten/2428-wasserfiltersystem-aus-deutschland-fuer-schule-in-sri-lanka.html

Als pdf können Sie den Bericht hier einsehen. Der zugehörige Link lautet: http://www.srilanka-botschaft.de/de/nachrichten/nachrichten/2428-wasserfiltersystem-aus-deutschland-fuer-schule-in-sri-lanka.html

Geschrieben von j.s. am 19. April 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

MEMENTO MORI Siegfried Pater (26.02.1945 – 07.02.2015)

Der Beweger ist tot! Ich habe ihn wahrgenommen, als der Vermessungsingenieur 1976, nach seiner Rückkehr als Entwicklungshelfer aus Lateinamerika, mit Gleichgesinnten das Buch „Etwas geben – viel nehmen. Entwicklungshelfer berichten“ herausgibt und darin den Wunsch eines seiner Partner aus Pindorama in Nordost-Brasilien weiter gibt: „Erzählt zu Hause, was ihr hier gesehen habt und verschweigt nicht, dass es auch eure Landsleute sind, die mit ihren Firmen unser Land ausbeuten“.

Mit diesem Auftrag und der kritischen Einstellung, dass „Entwicklungshilfe“ mehr sein muss als Almosen geben, hatte er seitdem als Journalist und Filmemacher, als Aufklärer gegen Neokolonialismus, Hegemonie und Menschenrechtsverletzungen  immer wieder gemahnt, auf Augenhöhe mit den Benachteiligten auf der Erde zusammen zu arbeiten, um für alle Menschen in unserer (Einen?) Welt ein friedliches, gerechtes und soziales, gutes Leben zu ermöglichen. Mit seinen unbestechlichen und wahrhaftigen Informationen über Ausbeutung und Patriarchalismus hat er nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass in der deutschen Entwicklungspolitik sich ein Perspektivenwechsel von der „Entwicklungshilfe“ hin zur „Entwicklungszusammenarbeit“ und „globalen Partnerschaft“ vollzog, und mit der Perspektive „Hilfe zur Selbsthilfe“ ein neues Bewusstsein von der gemeinsamen Verantwortung der Menschheit entstehen konnte.

Als er 2011 die Diagnose bekam: „Tumor im Rückgrat mit beginnender Querschnittslähmung“, da war es ein Arzt mit asiatischen Wurzeln, der ihn ermunterte: „Es lohnt sich zu kämpfen, denn es geht nicht nur um Monate, sondern um Jahre, die Sie leben werden“. Das schildert er in seinem letzten Buch, das zu seinem Lebensbericht und Vermächtnis werden sollte: „Abenteuer Gerechtigkeit. In einem halben Jahrhundert um die Welt, 2012, http://www.socialnet.de/rezensionen/16848.php ). Es war seine niederrheinischen Philosophie, die ihn, angesichts seiner Krankheit und seines Bewusstseins um seinen Zustand, hoffen ließ: „Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch für irgendetwas gut ist“.

Für sein Engagement ist Siegfried Paters  mit zahlreichen Anerkennungen ausgezeichnet worden, u. a. 2003 mit dem Oscar-Romero-Preis, mit dem er „als Arbeiter für Gerechtigkeit und unbeugsamer Anwalt für entrechtete und ausgegrenzte Menschen gewürdigt“ wurde; am 14. März 2014 erhielt er für sein „über 30jähriges Engagement für Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt“ das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auf seiner Website (www.siegfried-pater-aktuell.de/) kündigte er sein neues Projekt an: „Vida do Brasil. Vom Amazonas zum Zuckerhut“. Er hat es angeschoben – und das ist ein echter „Pater“ – an andere in seinem Netzwerk übergeben!

Bei meiner Arbeit als ehemaliger Angehöriger des Auswärtigen Amts, als Lehrer, Lehrerfortbildner und Lehrbeauftragter an der Universität, war mir Siegfried Pater immer Vorbild und Freund. Er war aufmerksamer Zuhörer, Berater und Mitarbeiter, etwa bei den wissenschaftlichen, interkulturellen (Hornemann-) Symposien an der Hildesheimer Universität, bei der Vereinsarbeit von „Initiativen Partnerschaft Eine Welt e. V. (IP1, www.initiativen-partnerschaft.de), und kritischer Begleiter bei den Publikationen und Rezensionen (www.socialnet.de und www.sozial.de).

Wir werden Siegfried Pater in ehrender Erinnerung behalten!

Dr. Jos Schnurer

Geschrieben von j.s. am 16. Februar 2015 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Bericht der Mitgliederversammlung vom 18.12.2014

Liebe Mitglieder,

das Protokoll der Mitgliederversammlung kann hier abgerufen werden.

Den Bericht des Vorstands finden Sie hier.

Beste Wünsche für die Feiertage und das neue Jahr,

der Vorstand von IP1

Geschrieben von j.s. am 26. Dezember 2014 | Abgelegt unter Veranstaltungen | Kommentare deaktiviert

Homo mobilis – die Veränderung ist menschlich!

Immer schon waren Menschen auf Wanderschaft! Sie suchten neue Lebensräume, um leben und besser leben zu können! Migration ist also eine zutiefst menschliche Eigenschaft; und der aktive Mensch, der seinen Lebensraum, sein Denken und Handeln verändert, hat dazu beigetragen, dass die Menschheit geworden ist, wie sie ist. Unser Blick und unsere Einstellungen zu Menschen, die als Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten zu uns kommen (wollen), bedürfen eines Perspektivenwechsels. Den philosophischen Zugang dazu bietet die Gesellschaft für interkulturelle Philosophie mit ihrer Zeitschrift POLYLOG. Das Heft 30/2013 widmet sich der MIGRATION! PolylogMigration

Geschrieben von jos am 3. September 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Bedürfnisse und Mystik

Über die Maslowsche(n) Bedürfnispyramide(n) wird in vielfältigen,
fachlichen und wissenschaftlichen Forschungszusammenhängen nachgedacht.
Das Konzept der hierarchisierten, menschlichen Bedürfnisse hat zu einer
Reihe von seriösen bis spekulativen Annahmen geführt, wie Menschen mit
ihren Bedürfnissen umgehen. Die Forderungen, Grundbedürfnisse als
Menschenrecht zu etablieren, sind zwar in der “globalen Ethik”, der
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte postuliert, doch sie sind
längst noch nicht realisiert. Obwohl die vom US-amerikanischen
Psychologen Abraham H. Maslow bereits 1943 und 1971 formulierten
Konzepte zur Bedürfnisbefriedigung in den globalen Diskurs eingegangen
sind, auch in den fachlichen und fächerübergreifenden deutschen, sind
die Schriften von Maslow bisher nicht ins Deutsche übersetzt und
veröffentlicht worden. Dies besorgt nun der Leiter des Kölner
Gestalt-Instituts, Erhard Doubrawa mit zwei Schriften des amerikanischen
Psychologen. Die aufregende Titelung – “Jeder Mensch ist ein Mystiker” -
verspricht einiges! Zur Rezension von Dr. Jos Schnurer

Geschrieben von j.s. am 15. August 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

AFRIKA IST AUCH ANDERS!

Die Bemühungen, Afrika und die Menschen, die dort leben, nicht als “verloren” und von Hunger- und politischen Katastrophen gebeutelten Lebensraum zu beschreiben, kommen erfreulicherweise in zunehmendem Maße von Afrikanern selbst. Der in der Republik Senegal geborene M. Moustapha Diallo hat Germanistik studiert. Er lebt als freier Publizist in Münster. Mit seinem Schreibprojkt stellt er 40 afrikanische Autorinnen und Autoren vor, die Personen aus der Geschichte und Gegenwart Afrikas porträtieren, die für sie bedeutsam sind.
Die Porträts vermitteln vor allem ein anderes Bild, das für Interkulturelles Lernen bedeutsam sein könnte! DialloVisionAfrika

Geschrieben von jos am 6. Mai 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

INTERKULTURELL UND INTERRELIGIÖS UNTERRICHTEN

Interkulturelles / Globales / Transkulturelles Lernen zu fördern und zu verwirklichen – das ist das Thema von IP1! Weil Interkulturalität nicht nur “draußen” zu finden ist, sondern auch in unseren Wohnzimmern und Schulstuben lebendig wirkt und uns auf unseren Straßen und Nachbarschaften täglich begegnet, kommt es darauf an zu lernen, “wie der andere tickt”, mit seiner kulturellen Herkunft und seinen Weltanschauungen.
Deutsche und türkische Religionswissenschaftler haben im interkulturellen und interreligiösen Dialog ein bemerkenswertes Werk geschaffen, das in jede Lehrerbücherei gehört: LEXIKON DES DIALOGS!

Geschrieben von jos am 16. März 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

ES IST NICHT GENUG! – IMMER MEHR HUNGER IN DER WELT!

Trotz der lokalen und globalen Bemühungen, das Armutszeugnis der Menschheit – HUNGER – in der Welt zu beseitigen, besteht der Skandal weiter und weitet sich aus: Die Wohlhabenden in der Welt werden reicher, und die Habenichtse ärmer! Der Hannoversche Sozialwissenschaftler und Entwicklungsexperte Prof. Dr. Asit Datta mahnt seit Jahren. dass die Menschen auf der Erde wirksame und humane Aktivitäten unternehmen sollten, den Hunger in der Welt zu besiegen! Er mahnt nicht nur, nennt nicht nur die Gründe für diesen Menschheitsskandal, sondern stellt auch überzeugende und stimmige Konzepte und Möglichkeiten dafür vor!
Mit seinem neuen Buch “Armutszeugnis” zeigt er auf, dass der Prozentsatz der hungernden Menschen auf der Erde zwar von 37 Prozent im Jahr 1960 auf 14,6 Prozent im Jahr 2011 zurückgegangen ist, aber trotzdem heute in absoluten Zahlen ausgedrückt mehr Menschen hungern als 1990!
DattaHungerSocialnet

Geschrieben von jos am 3. Februar 2014 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

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