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Miteinander – voneinander lernen, wie die Welt ist

Schule ist zum Lernen da! Lernen, das ist nach der erziehungswissenschaftlichen Definition in erster Linie Verhaltensänderung; weil ein humanes Verhalten  Menschsein ausmacht! Um Verhalten ändern zu können, braucht es Wissen!  Wissen aber ist mehr als der Nürnberger Trichter!  Denn der Mensch, der weiß, wer er selbst ist, woher er kommt, wie er menschenwürdig leben soll, wie sich die Welt entwickelt und was er selbst dazu beitragen kann, damit der Lebensraum der Erde für alle Menschen   gerechter und friedlicher wird, braucht Empathie! Kognitives und emotionales Wissen gehören also gleichberechtigt zusammen! Das ist der schulische Bildungsauftrag!

Als klar wurde, dass die Welt sich immer interdependenter, entgrenzter und globaler entwickelt, wurde die Herausforderung immer dringlicher, Lernen als globale Bildung zu begreifen. In der Curriculumdiskussion entstand die Überzeugung, dass Fach- und fächerübergreifendes, projektorientiertes Lernen  die Kompetenzen – Wissen, Kennen und Können  - umfassen muss: Interkulturelles Lernen! Beim damaligen niedersächsischen Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung (NLI), in der Hildesheimer Keßlerstraße, wurde in den 1980er/90er Jahren das Dezernat „Globale Bildung“ mit dem Ziel  eingerichtet, didaktische und methodische Kriterien zu entwickeln und zu erproben, wie es gelingen kann, auch in der Schule über den lokalen, regionalen und nationalen Gartenzaun zu schauen und Grenzen zu überwinden. Die Idee, dies nicht nur mit den inzwischen etablierten Schüleraustausch-, Begegnungs- und Partnerschaftsprogrammen zwischen deutschen, französischen und britischen Schülerinnen und Schülern anzugehen, sondern auch mit denen in den damals so genannten Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu versuchen, hat zu bemerkenswerten und engagierten Projekten geführt. Das NLI (heute NLQ) hat in der Reihe „NLI-Drucksache“ sechs solcher Nord-Süd-Partnerschaftsprojekte dokumentiert und den interessierten Schulen als Informations-, Anschauungs- und To-do-Materialien zur Verfügung gestellt:

Heft 1: Das Arabras-Projekt von Schulen in Leer/Ostfriesland mit Partnern in Araguacema/Brasilien, Hildesheim 1993, 35 S.

Heft 2: Das Partnerschaftsprojekt Osterholz – Costa Rica, Berufsbildende Schule Osterholz-Scharmbeck mit der Partnerschule in Desamparados/Costa Rica, Hildesheim, August 1994, 44 S.

Heft 3: Das Partnerschaftsprojekt  der IGS Braunschweig/West: „Bäume für Sahel – Bäume für Ouallam/Niger, 1994, 41 S.

Heft 4: Das Partnerschaftsprojekt „Learning for a better future“, Schulzentrum Moormerland und KGS Schwanewede mit Partnerschulen in Gambia/Westafrika, 1995, 45 S.

Heft 5: Schulpartnerschaften zwischen Grundschulen und Bildungseinrichtungen in der Dritten Welt, Projekte der GS Lilienthal mit einer Partnerschule auf der Insel Negros/Philippinen und der GS Bad Pyrmont mit Partnern in South Horr/Kenia, April 1996, 47 S.

Heft 6: Das Partnerschaftsnetzwerk UNDUGU, mehrere allgemeinbildende und berufsbildende Schulen in der Region Göttingen mit Partnern in der Region Mlalo/Tansania, August 1996, 58 S.

Viele allgemeinbildende und berufsbildende Schulen haben mittlerweile interessante und bemerkenswerte Nord-Süd-Partnerschaften aufgebaut. Die in vielen Fällen ursprünglich karitative Motivation – „Wir müssen den armen Menschen helfen!“ – hat sich zu dem Bewusstsein entwickelt, wie es auch bei der offiziellen deutschen Entwicklungszusammenarbeit etabliert hat: „Hilfe zur Selbsthilfe – Gemeinsam lernen in der Einen Welt“. Der Perspektivenwechsel wird auch deutlich dadurch, dass die Kultusministerkonferenz der Bundesländer (KMK) 2007 einen ersten „Orientierungsrahmen“ vorgelegt hat, in dem die Schulen Hinweise zum Interkulturellen Lernen vorfinden. Die KMK hat, zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von 2011 – 2015 eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ erarbeitete. Der Bildungsvorschlag orientiert sich dabei an dem Weltaktionsprogramm, das für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“  proklamiert wurde. Er wurde als 2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2016 den Grundschulen, SI und SII- und den berufsbildenden Schulen zur Verfügung gestellt: „Es geht darum, in einer Zeit großer globaler Herausforderungen sicherzustellen, dass Bildungsqualität in unseren Schulen das Fundament zukünftiger Entwicklung ausmacht“ (Engagement Global, Hrsg.), Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, Bonn 2016, 464 S.).

Nach dieser Vorrede sind wir bei einem Projekt, das die integrierte Robert-Bosch-Gesamtschule (RBG) in Hildesheim (Schulpreis als beste deutsche Schule, 2007)  in Kooperation mit dem in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit tätigen Wasserbau-Ingenieur Prof. Dr. Jochen Pabsch ab 1998 initiierte: Mithilfe beim Aufbau und der Einrichtung einer Krankenstation für das Massaidorf Lekrimuni/Tansania. Das ursprünglich aus der fächerbezogenen und -übergreifenden Lernarbeit des Leistungskurses  der gymnasialen Oberstufe der RBG zum Thema „Wasser lokal – Wasser global“ entstandene Partnerschaftsprojekt (siehe dazu den Projektbericht 2001, 24 S., sowie: Wilfried Kretschmer, u.a., „Der Weg ist das Ziel“, in: Robert-Bosch-Stiftung und Heidehof-Stiftung, Hrsg., Gute Schule – so geht’s!“ , 2016, S.25ff) ist mittlerweile, auch durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen außerschulischen Sponsoren, zu einem echten, auf Nachhaltigkeit, Kooperation , Gegenwarts- und Zukunftsfähigkeit ausgerichtetem, interkulturellem Lernprojekt geworden. Aus dem ursprünglichen, karitativen Hilfsaspekt (siehe dazu: RBG, Erste Hilfe für Afrika, Hildesheim 2013/14, 50 S.) hat sich die Erfahrung entwickelt, dass die Mitarbeit bei der Entwicklung eines lokalen Projektes, wie z. B. beim Aufbau einer Krankenstation im tansanischen Massaidorf Lekrimuni, nicht nur die notwendige gesundheitliche Versorgung der dort lebenden Menschen verbessert, sondern auch Motivation für eine aktive und selbstbewusste Dorfentwicklung ist.

Seit 2011 finden jedes Jahr Studienfahrten von RBG-Schüler/innen,  Lehrkräften, Eltern und Kooperationspartnern nach Lekrimuni statt, bei denen die Hildesheimer Teilnehmer/innen mit den Partnern in der tansanischen Region am Fuße des Kilimanjaro zusammenarbeiten, zusammenlernen und zusammenleben, sich austauschen und gemeinsam Ideen und Visionen entwickeln, wie diese Partnerschaft verbessert und erweitert werden kann; z. B. auch dadurch, dass aus den bisherigen Studienfahrten der Hildesheimer Schülerinnen und Schüler Austausch und Begegnung auf Augenhöhe stattfindet. Dazu hat gerade die RBG eine Dokumentation vorgelegt, die den Titel trägt: „Lernen im Massaidorf Lekrimuni. Lokale Projekte – Globale Visionen, Redaktion: Christa Maria Bauermeister / Matthias Reisener / Kristine von der Recke, u.a., Hildesheim 2018, 67 S.)

Damit wird eine Bestandsaufnahme der bisherigen Initiativen und Aktivitäten vorgenommen. Es werden Erfahrungen reflektiert, und es geht vor allem darum, gemeinsam mit den Hildesheimer und Tansanischen Partnern in die Zukunft zu schauen; z. B. auch mit dem kritischen, selbstreflexiven Blick: „Zukunft gestalten als kritische Sicht auf die eigene Lebensweise – Die Chance zur Selbstwahrnehmung im Fremden“. Die Hildesheimer schauen schon wieder ein Stück weiter, etwa indem sie bereits die Planung eines interkulturellen Begegnungs- und Schulungszentrums auf dem Gelände der Disensary, in Zusammenarbeit mit dem kath. Orden der Holy Spirit Sisters im Blick haben und Möglichkeiten erkunden, wie diese Initiative Wirklichkeit werden kann.

Die Erfahrung, wie sie von den Hildesheimer Engagierten und Aktiven zum Ausdruck kommt, ist gleichzeitig ein Signal, das Lernen und Aufklärung verbindet und in den Alltag der schulischen Erziehung einbindet. Bei der Staffelübergabe beim Wechsel des Schulleiters der RBG, am 5. Februar 2018, wurde die Arbeit des bisherigen Primus inter Pares der kollegialen Schulleitung, Wilfried Kretschmer und des Kollegiums, von seinem Nachfolger Dr. René Mounajed gewürdigt und versprochen: „Die RBG ist auf dem richtigen Weg. Das Projekt ‚Lekrimuni‘ ist mehr als eine Krankenstation in Tansania, mehr als Entwicklungshilfe und mehr als ein außergewöhnlicher Lernort: Lekrimuni ist Begegnung zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen, Begegnung von Schülern und Lehrern auf einer Ebene, Begegnung mit sich selbst. Lekrimuni bedeutet fächerübergreifendes Lernen, Begreifen, Begabungen entdecken und entfalten“.

Allen Beteiligten an diesem bemerkenswerten, nachhaltigen und zukunftsorientierten Partnerschaftsprojekt kann man nur Anerkennung aussprechen und wünschen, dass die begonnenen Veränderungen vom „Paten“- hin zu einer echten, gleichberechtigten  Partnerschaftsinitiative gelingen!

Dr. Jos Schnurer (220818)

Geschrieben von j.s. am 22. August 2018 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Jugendaustausch LandesSportBund Niedersachsen | Informationsveranstaltung „Einführung in die EU-Förderung von außereuropäischen Projekten durch EuropeAid“

1. Jugendaustausch LandesSportBund Niedersachsen sucht noch Interessierte

Der LandesSportBund Niedersachsen führt eine Jugendbegegnung mit dem Department of Sports des Eastern Capes (Südafrika) durch. Dafür werden aktuell noch Teilnehmer*innen gesucht, vom 30.07.2018 – 08.08.2018 in Hannover. Nächstes Jahr geht es nach Südafrika und die Teilnehmer, welche dieses Jahr teilnehmen, werden bevorzugt. Insgesamt ist es ein super Programm zu einem mehr als fairen Preis!

Für aktuelle/zukünftige Freiwillige, die noch Seminartage brauchen, bietet die Sportjugend diese Begegnung als Seminartage an. Bei Fragen wegen eventueller Überschneidungen mit dem Dienstbeginn bzw.- ende, wendet euch direkt bei der Beauftragten Frau Marlies Rohde-Löschner, Tel.: 0511 1268-108 oder per E-Mail: mrohde-loeschner@lsb-niedersachsen.de

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2. Einladung zur Informationsveranstaltung

„Einführung in die EU-Förderung von außereuropäischen Projekten durch EuropeAid“

am Dienstag, 29. Mai 2018 in Bonn

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie herzlich ein zu unserer Informationsveranstaltung zur allgemeinen Einführung in die Förderbedingungen der Europäischen Kommission für außereuropäische Projekte unter den verschiedenen gültigen Programmen von EuropeAid, der Generaldirektion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission.

Zielgruppe: Diese Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen und Kommunen, die bislang noch wenig oder keine Erfahrung mit der Antragstellung bei der EU haben und die sich generell über die verschiedenen aktuellen Programme und Förderbedingungen von EuropeAid informieren möchten.

Inhalt: Wir bieten Ihnen eine Einführung in die Rahmenbedingungen der EuropeAid-Antragsstellung sowie einen Überblick über die von EuropeAid veröffentlichten thematischen und länderbezogenen Programme für Auslandsprojekte. Am Beispiel aktuell veröffentlichter Ausschreibungen (Calls for Proposals) zeigen wir Ihnen, wo Sie die notwendigen Informationen finden, um entscheiden zu können, ob die jeweilige Ausschreibung für Ihre Organisation interessant ist.

Exemplarisch erläutern wir Ihnen die allgemeinen Antragsbedingungen und werden u.a. folgende Themen behandeln:

Ø  Überblick über das EU-Ausschreibungsverfahren: „Call for Proposals“

Ø  Überblick über das Verfahren der Antragstellung

Ø  Fördervoraussetzungen von Antragstellern und ihren Partnern

Ø  das europäische Fördersystem von EuropeAid mit seinen verschiedenen Programmen

Ø  die Kriterien und Prioritäten einer Projektförderung entsprechend den „Guidelines“

Ø  die PADOR online -Registrierung für Antragsteller und Partner

Ø  unser Beratungsangebot: Homepage, unser „Helpdesk“ und das Seminarangebot

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, den 29. Mai 2018, 10.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr

Anmeldeschluss: 15. Mai 2018

Bitte beachten Sie: die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Übungstexte, Beispiele und wesentliche Dokumente der Europäischen Kommission sind jedoch in englischer Sprache.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die EU-FachberaterInnen.

Die Seminarkosten betragen 25,- € inklusive Seminarverpflegung.

Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung, dies ist jedoch keine Zusage.

Eine Zu- bzw. Absage erhalten Sie nach Ablauf der Anmeldefrist. Mit der Seminarzusage erhalten Sie eine genaue Wegbeschreibung. Die Zusage erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Wir behalten uns vor, bei Überbuchung nur eine Person pro NRO/ Kommune zuzulassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr EU-Beratungsteam

Kerstin Roeske (0228-20717-216)

Mirjam Reisner (0228-20717-115)

Barnim Raspe (0228-20717-279)

Astrid Pauly (0228-20717-276)

Abteilung F12 bengo EU-Beratung

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH

Tulpenfeld 7

53113 Bonn

EU-Beratung@engagement-global.de

http://bengo.engagement-global.de/beratungsangebot-eu.html

www.engagement-global.de

Geschrieben von j.s. am 14. Mai 2018 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Ökologische Verträglichkeit und soziale Gerechtigkeit: Umwelterziehung in der frühkindlichen Bildung

Die Partnerschaft der Hildesheimer Herman-Nohl-Schule mit dem tansanischen Montessori Teacher Training Center in Moshi hat Modellcharakter im Bereich Umwelterziehung.

Angehende Erzieherinnen und Erzieher aus Tansania und Deutschland entwickeln gemeinsam Medien für Kinder.

Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm fördert die seit 2012 bestehende Partnerschaft. Den Link zur ENSA-Seite finden Sie hier.

Die Homepage der Herman-Nohl-Schule finden Sie hier.

Geschrieben von j.s. am 27. April 2018 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

MEMENTO MORI für ERICH KUPFER

*1. 5.1920 / +19. 3.2018

Wir müssen Abschied nehmen von unserem Freund, Gründungsmitglied des Vereins INITIATIVEN PARTNERSCHAFT EINE WELT (IP1), Erich Kupfer.


In der Traueranzeige der Familie ist folgender Satz zu lesen:

WELTOFFEN UND FRÖHLICH IN SEINEM KÜNSTLERISCHEN FACH UND MIT GANZEM HERZEN BEI SEINEM EINSATZ FÜR KINDER IN BRASILIEN HAT ER ZEITLEBENS VIEL ANERKENNUNG UND FREUNDSCHAFT ERFAHREN.

Seine Frau Margit (+ 19. 11. 2001) und Erich Kupfer waren als Kunsterzieher am Leeraner Ubbo-Emmius-Gymnasium tätig. Ihr humanitäres und künstlerisches Engagement war bestimmt von dem Bewusstsein, dass nur eine friedliche, gerechte und humane EINE WELT ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen auf der Erde möglich macht.

So war es nur folgerichtig, dass das Ehepaar Kupfer im Rahmen ihrer Mitarbeit beim Verein „Evangelische Akademikerschaft“ im Frühjahr 1971 sich privat und mit ihren pädagogischen Funktionen an der Aktion „Dritte Welt Handel“ beteiligte und das Schulhilfswerk arabras gründete. Das Partnerschaftsprojekt förderte und unterstützte anfangs eine Schule im nordostbrasilianischen Araguacema; das Projekt entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte zu einer weitreichenden, anerkannten und beispielhaften Initiative in Brasilien. Mehrere Schulgründungen entstanden, und die Stadt Leer zeichnete das Projekt mit der Einrichtung der Städtepartnerschaft mit Araguacema aus. Margit und Erich Kupfer wurden für ihr humanes Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt; die Stadt Leer verlieh dem Ehepaar Kupfer das Ehrenzeichen der Stadt; und Margit und Erich Kupfer waren Ehrenbürger von Leer und Araguacema (vgl. dazu: Stefan Wolff, arabras. Deutsch-brasilianische Schulprojekte am Rio Araguaia, Donat-Verlag, Bremen 1997, 158 S.).

Zu Erichs 95. Geburtstag haben wir auf die Homepage von IP1 „dem Leeraner Grand Seigneur“ unsere Glückwünsche und Anerkennung für sein und seiner Frau humanes Schaffen zum Ausdruck gebracht:

Leuchtfeuer sind Signale zur Standortbestimmung. Leuchttürme können auch Menschen sein!

IP1 hat sechs Dokumentation von beispielhaften Nord-Süd-Partnerschaftsprojekten vorgelegt. Der erste Bericht war das „ARABRAS-PROJEKT“ (August 1993, 35 S.). Bedeutung und Wirkung dieser „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird darin so ausgedrückt:

„Arabras ist ein faszinierendes Projekt, welches verdeutlicht, dass das Engagement von Einzelnen zu einer kommunalen Entwicklungszusammenarbeit führen kann, die benachteiligten Kindern in Brasilien für ihr ganzes Leben zugutekommt“ (3035.nibis.de/wp-content/uploads/Laudatio-Erich-Kupfer_95.pdf).

Wir werden ERICH KUPFER in unserer Erinnerung behalten. Er hat mit seiner Kreativität, seinem Mut zum Handeln und seiner Empathie dazu beigetragen, dass das Bewusstsein – Die gerechte EINE WELT ist durch Solidarität möglich – Wirklichkeit wird!

Im Namen des Vorstands von IP1

Dr. Jessica Schwarz / Karl-Heinz Recklebe / Christiania Stieghorst / Ute Wittenberg / Dieter Sippach / Dieter Schoof-Wetzig / Dr. Jos Schnurer

Geschrieben von j.s. am 26. März 2018 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

HILDESHEIMER EINE WELT WOCHE Montag 18. bis Sonntag 24. September 2017

Zum fünften Mal findet die Hildesheimer Eine Welt Woche (HiEWW) statt. Rund 25 – 30 Vereine, Institutionen, Organisationen, Initiativen und Schulen präsentieren während der Woche ihre Eine-Welt-Arbeit und rufen die Bevölkerung in der Region Hildesheim dazu auf, bei der Gestaltung einer gerechteren, friedlicheren, menschenwürdigeren EINEN WELT mitzumachen! IP1 ist Mitglied des RUNDEN TISCHS HILDESHEIM EINE WELT (RuTH) und Kooperationspartner bei der HiEWW.

Die Eine-Welt-Woche wird am Mo., 18. 9., 17.00 Uhr, in der Hildesheimer Andreaspassage mit einer Ausstellung eröffnet, bei der sich die beteiligten Einrichtungen darstellen. Um 19.30 Uhr liest der in Südafrika tätige Schriftsteller, Entwicklungsexperte und Friedensaktivist Lutz van Dijk in der Buchhandlung Ameis Buchladen in der Andreaspassage aus seinem neuen Buch: „Afrika – Geschichte eines bunten Kontinents. Neu erzählt mit afrikanischen Stimmen“ (2015) und berichtet über seine Arbeit in Südafrika. Am Mi., 20.9. findet für Jugendliche und Erwachsene ein Musikworkshop statt, und am Do., 21.9. ein Theaterworkshop. Als ein Highlight der zahlreichen weiteren Veranstaltungen ist der (Spray-) Kunstwettbewerb, den RuTH für Schülerinnen und Schüler von Hildesheimer Schulen, ab 8. Klassen, zum Thema “GUTES LEBEN FÜR ALLE” ausgeschrieben hat. Die eingesandten Arbeiten wurden von einer Jury ausgewählt. Sie werden vom Hildesheimer Künstler Ole Görgens und den beteiligten SchülerInnen als großformatiges Spraybild an die Hauswand Rathausstraße / Ecke Ratsbauhof angebracht – und sollen so als ein zeitüberdauerndes Motiv das Hildesheimer Stadtbild bereichern und darauf aufmerksam machen, dass DIE EINE WELT BEI UNS BEGINNT!

Am Sa., 23. September, von 10.00 – 17.00 Uhr, findet auf dem Platz an der Lilie (hinter dem Rathaus) die EINE-WELT-MEILE mit Infoständen und Mitmachaktionen statt, und der Enthüllung des Spray-Wandbildes durch den Hildesheimer Oberbürgermeister.

Weitere Informationen über das Programm der HiEWW 2017 werden auf der Homepage von RuTH, www.einewelt-hildesheim.de, in einem Flyer und Plakaten, und in der Hildesheimer Presse bekannt gegeben.

Ansprechpartner: Dr. Jos Schnurer, Immelmannstr. 40, 31137 Hildesheim, Tel. 05121/59124, jos2@schnurer.de

Geschrieben von j.s. am 10. Juli 2017 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

MEMENTO MORI FÜR KLAUS BLECKERT

Überraschend ist unser langjähriges Mitglied Klaus Bleckert am 20.02.2017 im Krankenhaus verstorben. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen verlässlichen Partner, sondern auch unseren langjährigen Kassenprüfer. Klaus Bleckert hat sich sowohl in seinem professionellen Leben als Hannoverscher Berufsschullehrer in einem Partnerschaftsprojekt mit Palästina als auch nach seiner Pensionierung engagiert für die Nord-Süd-Schulpartnerschaften eingesetzt und immer wieder Anregungen für die Vereinsarbeit gegeben. Seine Aktivitäten werden uns weiterhin Ansporn sein, daran weiter zu arbeiten, dass es durch interkulturelle Partnerschaft möglich ist, eine bessere, gerechtere und friedlichere EINEN WELT zu schaffen!

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 03.03.2017 um 14.00 Uhr In der Friedhofskapelle in Wunstorf, Senator -Meier-Straße statt.

Der Vorstand

Dr. Jessica Schwarz – Manfred Möller – Karl-Heinz-Recklebe – Christiania Stieghorst – Dieter Sippach – Dieter Schoof –Wetzig,  Dr. Jos Schnurer

Geschrieben von kh.r. am 1. März 2017 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte – ein Kommentar von Dr. Jos Schnurer

Die Menschenrechte sind menschlich

In den Zeiten der sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden (Einen?)  Welt wird die Frage immer dringlicher: Wie kann es gelingen, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie aufgeklärt und human sein und werden wollen?  Es ist die Suche und Festlegung nach der „globalen Ethik“, wie sie in der Präambel der von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 proklamierten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unmissverständlich und als allgemeingültig formuliert  wird: „Die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte bildet die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt“.

Am 10. Dezember 2016 jährt sich zum 68. Mal die Deklaration der Menschenrechtserklärung. Die Vereinten Nationen haben deshalb dieses Datum als „Internationalen Tag der Menschenrechte“ festgelegt. Es soll damit darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Anerkennung und Praktizierung der Menschenrechte für jeden Menschen auf der Erde gilt und die Missachtung oder die Relativierung dieser grundsätzlichen Werte die Menschheit zu Unfrieden und Unmenschlichkeit bringt. Angesichts von populistischen, rechtsradikalen, rassistischen und nationalistischen Tendenzen, die sich lokal und global zeigen, kommt es darauf an, die Menschenrechte zu kennen, zu verteidigen und zu leben, überall, wo Menschen existieren! Die aus der Menschenfeindlichkeit resultierenden Einstellungen und Ideologien erzeugen Menschenhass[i], macht eine gerechte Weltordnung notwendig[ii], mahnt humane Achtsamkeit an[iii], benötigt rationale[iv] und moralische Identität[v], muss Wachsamkeit für das Gute im Menschen schaffen[vi], und braucht die Aufklärung und Auseinandersetzung darüber, wie Ablehnung, Ängste und Aggressionen gegen Fremde verhindert werden können[vii].

Der Tag der Menschenrechte ist Herausforderung und Mahnung! Es geht darum, in der familialen, schulischen und Erwachsenenbildung die demokratischen Werte und globalen Menschenrechte bekannt zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der anthrôpos, der mit Vernunft ausgestattete, über die Kompetenz zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähige und friedlich und gerecht zusammen lebende Mensch wirklich human existieren kann!

Interkulturelles und globales Lernen muss deshalb zum Ziel einer globalen Entwicklung werden, wie dies im Orientierungsrahmen für schulisches Lernen vorgelegt wird[viii]. Der Internationale Tag der Menschenrechte ist ein Anlass dazu!

Dr. Jos Schnurer

Lesen Sie hier einen Artikel von Dr. Jos Schnurer zum Thema Menschenwürde.


[i] Carolin Emcke, Gegen den Hass, 2016, http://www.socialnet.de/rezensionen/21832.php

[ii] Ulrich Menzel, Die Ordnung der Welt. Imperium oder Hegemonie in der Hierarchie der Staatenwelt, 2015, http://www.socialnet.de/rezensionen/18967.php

[iii] Alexander Denzler, u.a., Hrsg., Kinder und Krieg. Von der Antike bis in die Gegenwart, 2016, http://www.socialnet.de/rezensionen/21887.php

[iv] Silvio Vietta, Die Weltgesellschaft. Wie die abendländische Rationalität die Welt erobert und verändert hat. 2016, http://www.socialnet.de/rezensionen/21880.php

[v] Michael Tomasello, Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral, 2016, http://www.socialnet.de/rezensionen/…php

[vi] Jan Eckel, Die Ambivalenz des Guten. Menschenrechte in der internationalen Politik seit den 1940er Jahren, 2014, http://www.socialnet.de/rezensionen/17721.php

[vii] Erhard Oeser, Die Angst vor dem Fremden. Die Wurzeln der Xenophobie, 2016, http://www.socialnet.de/rezensionen/…php

[viii] KMK / BMZ, Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, hrsg. von Engagement Global, www.engagement-global.de, Cornelsen-Verlag, 2016, ISBN 978-3-06-065687-5

Geschrieben von j.s. am 9. Dezember 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

MEMENTO MORI FÜR GÜNTER WIEMANN

Ein Freund ist von uns gegangen!

Erinnern heißt vorwärts gehen!

Der Vorstand unseres Vereins IP1 hat zum 90. Geburtstag unseres Gründungsmitglieds Prof. Dr. mult, hc, Günter Wiemann 2012 in einer Laudatio geschrieben: „Es gibt Namen, die Menschen nennen, deren Leben Phantasie, Empathie und Kraft ausdrücken. Es sind Anreger, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen – und doch zu den Sternen schauen können!“

Günter Wiemann ist am 19. August 2016 im Seniorenheim „Bethanien“ in Braunschweig gestorben. Er wurde am 15. 5. 1922 in Oker im Harz als Sohn eines Hüttenarbeiters und einer Näherin geboren. Volksschule, von 1940 bis zum Kriegsende Soldat der Luftwaffe, Verwundung und Rückkehr in die Heimat. In seinen Lebenserinnerungen, die er in dem Buch „Familiensaga“ 2012 aufschreibt, steht der deprimierende Satz: „Nichts gelernt als Schießen und Vernichten!“ Doch hier wird schon Günter Wiemanns Optimismus und Schaffensfreude erkennbar. Er lernt den Tischlerberuf und bildet somit das eine Standbein aus, das ihn als „Homo Faber“ Zeit seines Lebens auf festem Boden stehen lässt und sein Bewusstsein prägt: Leben mit Kopf, Herz und Hand. In seinem 2015 erschienenem Buch „Ein alter Beruf ist am Ende. Stellmacher-Lehrlinge aus Wolfenbüttel sind die Zeitzeugen“, wie in den zahlreichen weiteren Schriften wird das zweite Standbein des „Aufrecht Gehenden“ deutlich: Sein Bemühen, lokale und globale geschichtliche Entwicklungen nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, sondern die Schätze zu heben und Erinnerungen als orale und skriptorale Historie aufzubewahren.

Der Tischler Günter Wiemann, der noch bis vor wenigen Jahren seine Werkbank im Haus stehen hatte und mit Werkzeug umgehen konnte, hat Praxis immer in Verbindung mit Theorie verstanden. So war es nur logisch und konsequent, dass er das Studium der Berufspädagogik aufnahm und als Berufsschullehrer, Schulleiter, Ministerialbeamter und erster Präsident des damaligen niedersächsischen Landesinstituts für Lehrerfort- und –weiterbildung (NLI) Bollwerke für Veränderungen setzte. Als Hochschullehrer an der Technischen Universität Hannover hat er entscheidend mit am Auf- und Aufbau der Berufspädagogik beigetragen. Er war Mitinitiator bei der Gründung des Internationalen Arbeitskreises Sonnenberg und hat nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeholfen, dass sich junge Europäer getroffen und kennen gelernt haben. In seiner „Familiensaga“ hebt er hervor, worum es ihm als „Schulmann“ ging, nämlich dafür zu kämpfen, „die historischen Bemühungen des Bildungs- und Besitzbürgertums zu brechen, die unterbürgerlichen Schichten von sozialer Emanzipation und Mündigkeit fernzuhalten, die klassenspezifische Spaltung in allgemeine (humanistische), vorberufliche und berufliche (realistische) Bildungsgänge zu überwinden“. Seine Mahnungen, nicht falschen Traditionen aufzusitzen und die allzu bequemen Wege und Denkeinbahnstraßen zu gehen, hat er immer auch für sich selbst in Anspruch genommen.

Es waren seine Fähigkeiten, Netzwerke zu bilden, aus seiner Erfahrung heraus, dass Einzelne zwar gesellschaftliche Veränderungen anstoßen, aber niemals allein verwirklichen können. So kam es 1986, also vor 30 Jahren, zur Gründung des Vereins INITIATIVEN PARTNERSCHAFT DRITTE WELT (IP3), deren erster Vorsitzender Günter Wiemann lange Jahre war und bis zu seinem Tod als wissenschaftlicher Begleiter beim umbenannten Verein INITIATIVEN PARTNERSCHAFT EINE WELT e.V. (IP1) angehörte. Auch wenn er in den letzten Jahren nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen konnte., sein Interesse an unserer Arbeit war bis zum Schluss wach. Die Vereinsziele von IP1, durch interkulturelle Begegnungen, internationale Partnerschaften und globales Lernen Erfahrungen über sich selbst und andere zu machen und den Auseinandersetzungen mit ihren Ausdrucksformen, Existenzen und Leiden eigene Identität zu entwickeln, hat er als seine Lebensaufgaben wahr genommen: „Die Begegnung mit dem Fremden, dem unbekannten Reichtum anderer Kulturen öffnet den Blick für die eigene Existenz, die eigenen Lebensformen, sie schafft Freude, Bestätigung und Niederlagen, schärft den Blick für die Realitäten der Politik und macht zugleich die Risiken und die Verantwortung deutlich, die mit Partnerschaften verbunden sind“. Es sind seine Prinzipien einer „ganzheitlichen Welterfahrung“,wie er sie uns immer wieder vorgetragen und vorgelebt hat:

“Freiwilligkeit und Autonomie”,

“Dauerhafte und persönliche Kontakte”,

“Selbstorganisation und Selbstfinanzierung”,

“Dialog – Helfen und Lernen”

Günter Wiemanns Schaffens- und Produktivkraft ist weiterhin das, was fasziniert und Vorbild bleibt. Sein Interesse an der Eine-Welt-Arbeit war ungebrochen; und ohne seine Anregungen und Ideen würde es viele der Aktivitäten von IP1 nicht geben; ob es die Themen der Jahresfachtagungen sind, die Dokumentation von ausgewählten Nord-Süd-Partnerschaften unseres Vereins, die Lernausstellung „Die ganze Welt in Niedersachsens Schulen“, mit der Eröffnung 1994 im Niedersächsischen Landtag…, immer war Günter Wiemann dabei! Die Verleihung des von der Deutschen UNESCO-Kommission 1999 erstmals verliehenen Preises für interkulturelle Verständigung an IP1 ist ohne Zweifel seinen unermüdlichen Verdiensten zuzuschreiben.

In seinem 2007 erschienenem Buch „Kurt Gellert. Ein Bauernführer gegen Hitler. Widerstand, Flucht und Verfolgung eines Sozialdemokraten“ wird eine seiner wesentlichen Eigenschaften und Lebensmotive deutlich: „Erinnern heißt vorwärts gehen!“; und in der 2011 vorgelegten Veröffentlichung „Politische Wanderungen“, in dem er die Visionen und Aktivitäten der Gründer der „Harxbütteler Gemeinschaft“, einer Richtung der Landkommunen-Bewegung, Hans Löhr und Hans Koch, als Zeugen auch für seine Utopie in Anspruch nimmt: „Der Mensch in der Mitte, und der Geist der Gemeinschaft“.

Der Trauergottesdienst für Günter Wiemann wird am 3. September 2016, 18.00 Uhr, in der Klosterkirche Riddagshausen stattfinden.

Unser Freund und Vereinsmitglied Günter Wiemann wird uns fehlen! Aber seine Kraft, Lebensfreude und Motivation bleiben für uns bestehen! So sind wir dankbar, Günter Wiemann als Freund, Ratgeber und Anreger gehabt zu haben!

Der Vorstand von IP1
Jessica Schwarz, Vorsitzende
Manfred Möller, Stellvertreter
Karl-Heinz Recklebe, Geschäftsführer
Beisitzer: Dieter Schoof-Wetzig, Dieter Sippach, Christiania Stieghorst,
Ute Wittenberg
Dr. Jos Schnurer, wissenschaftliche Begleitung

Geschrieben von j.s. am 28. August 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Buen Vivir – Vom Recht auf ein “Gutes Leben” – Alberto Acosta zu Gast in Hildesheim

Ein ungewöhnliches Vorhaben

Die lateinamerikanische Musikgruppe „Grupo Sal“ ist seit mehr als 30 Jahren aktiv dabei, um mit Musik, Kunst und Politik auf Themen aufmerksam zu machen, die uns alle angehen: Umweltschutz, Entwicklungszusammenarbeit, interkultureller Dialog. Grupo Sal ist in Hildesheim keine Unbekannte; die Musiker sind vor einigen Jahren bereits in der Michaeliskirche aufgetreten und haben die Zuhörer mit ihrer Kunst fasziniert.

Sie werden, gemeinsam mit dem Politiker, Ökonom und Buchautor Alberto Acosta, vom 26. bis 27. April 2016 wieder in Hildesheim sein.

Di., 26. 4. 2016, 19.00 Uhr: Konzertlesung imWeltmusikzentrum der Universität Hildesheim, Timotheuskirche / Schillstraße,mit dem Programm: „Buen Vivir – Das Recht auf ein gutes Leben“. Der ecuadorianische, deutschsprechende, international anerkannte Ökonom, Wissenschaftler und Politiker Alberto Acosta wird eine „neue Ethik der Entwicklung“ präsentieren und für ein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur werben, begleitet von der interkulturellen Musik von Grupo Sal.

Eintritt 8 / ermäßigt 5 Euro; Abendkasse: 9 / 6 Euro. Vorverkauf bei Ameis Buchecke und im Michaelis Weltcafé im Michaelisviertel.

Führungen im Weltmusikzentrum bereits ab 17h.

Der Termin in Hildesheim ist die Auftaktveranstaltung der Konzertlesungen in Deutschland.

Am 27. April wird in der Zeit von 10-12h eine Podiumsdiskussion im Riedelsaal der VHS mit Alberto Acosta zum Thema Buen Vivir – “Gutes Leben” live und konkret stattfinden:
„Buen vivir“ – das „Gute Leben“ ist eine Lebensanschauung der indigenen Völker Südamerikas. Sie erhält wachsende Aufmerksamkeit im Zuge der Frage, wie wir als Industriegesellschaft in Zeiten des Klimawandels und einer ungebremsten Wirtschaftsexpansion leben und handeln sollten. Alberto Acosta, Professor für Ökonomie, war Minister für Energie und Bergbau in Ecuador. Weltweite Bekanntheit erlangte er, als es ihm 2008 gelang, als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung das „Buen vivir“ als Staatsziel in das neue Grundgesetz Ecuadors zu integrieren. Andere Länder wie z.B. Bolivien folgten diesem Vorbild.Wie „funktioniert“ Buen vivir? Können wir diese Konzeption in abgewandelter Form auch in unsere westliche Wirtschaft und Gesellschaft einbinden? Wo liegen Grenzen?
Eintritt frei

DIE PODIUMSDISKUSSION WIRD GEFÖRDERT VON DER SPARKASSE HILDESHEIM.

Geschrieben von j.s. am 17. März 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Doktorand des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim präsentiert Forschungsvorhaben zu deutscher Entwicklungspolitik

Im Rahmen der Ringvorlesung Afrikabilder in Theorie und Praxis im Januar 2016 hat Kassi Kassi Affo sein Forschungsprojekt, das er mit Begleitung von Prof. Michael Gehler am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim verfolgt, vorgestellt.

Kassi Kassi Affo, Domäne 14.1.2016

In seinem Vortrag zu Germany’s Official Development Assistance in Africa with special focus on Cameroon and Togo from 1960 to 2010 vergleicht Kassi Kassi Affo die Entwicklungspolitik der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bis 1990 und analysiert im Anschluss die Ausrichtung der Entwicklungspolitik im wiedervereinigten Deutschland.

Geschrieben von j.s. am 27. Januar 2016 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

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